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Der Schliff mit Pfiff

Die Schleifprodukte von Klingspor sind auch dort im Einsatz, wo man sie nicht unbedingt erwartet. Die Firma Börde Vita aus Sachsen-Anhalt nutzt sie zum Schälen von Kartoffeln – im Karborundverfahren.

     Heutzutage gehören Kartoffeln zu den Grundnahrungsmitteln der Deutschen. Doch es war keine Liebe auf den ersten Blick. Als Mitte des 17. Jahrhunderts die Kartoffel nach Deutschland kam, war die Bevölkerung äußerst skeptisch gegenüber der südamerikanischen Knolle. 1756 verordnete König Friedrich II. den Anbau der Kartoffel sogar per Gesetz. Und er musste die Bürger vor dem Rohverzehr ausdrücklich warnen.


Die Schleifprodukte von Klingspor sind auch dort im Einsatz, wo man sie nicht unbedingt erwartet. Die Firma Börde Vita aus Sachsen-Anhalt nutzt sie zum Schälen von Kartoffeln – im Karborundverfahren.

 

Verschiedene Metalle, Kunststoff, Holz – geschliffen wird alles Mögliche, aber dass sogar Kartoffeln geschliffen werden, das war mir bis vor Kurzem tatsächlich neu“, gibt Micha Weidenfelder zu. Der Außendienstmitarbeiter von Klingspor ist seit Herbst vergangenen Jahres unter anderem für die Firma Börde Vita zuständig. Dort hat er das Schälverfahren Karborund zum ersten Mal live gesehen. „Es ist wirklich spannend zu beobachten, wie die Kartoffeln beim Fahren über das Schleifmittel, das auf den Laufrollen der Maschine befestigt ist, nach und nach ihre Schale verlieren“, berichtet er. Für Dirk Jäger, Produktionsleiter bei Börde Vita, ist das hingegen seit Jahren Arbeitsalltag. Die Börde Vita GmbH aus Wanzleben im Herzen der Magdeburger Börde ist ein junger Kartoffelschälbetrieb mit 30 Mitarbeitern.

„Die Karborundschälung ist das schnellste und praktischste Verfahren, das am wenigsten Abfall erzeugt. Die überwiegende Mehrheit der Kartoffelschälbetriebe in Deutschland nutzt es“, sagt der 46-Jährige. Die Vorteile der Arbeit mit dem Sandpapier liegen auf der Hand: Viel weniger Produktverlust im Vergleich zu einer Messerschälung, nicht mal ansatzweise so hoher Energiebedarf wie bei einer Dampfdruckschälung. Bevor Dirk Jäger 2015 zu Börde Vita kam, war er 15 Jahre lang in einem anderen Kartoffelschälbetrieb beschäftigt. „Dort habe ich mit den Schleifmitteln von Klingspor gearbeitet und habe sehr gute Erfahrungen damit gemacht. Darum habe ich mich dafür eingesetzt, dieses Schleifpapier auch bei Börde Vita zu nutzen. Der Wechsel zu Klingspor war für mich eine Entscheidung für Qualität“, betont Jäger.

Sauber geschält

Rund 60 Tonnen Kartoffeln aus dem eigenen landwirtschaftlichen Betrieb verarbeitet Börde Vita – täglich. Bevor die Kartoffeln in die Schälanlage dürfen, passieren sie Qualitätskontrollen, werden gewaschen und von Steinchen befreit. Danach folgen mehrstufige Schälungen. Sechs Walzen je Schälstufe sind in den Maschinen halbrund angeordnet. Jede Walze ist mit 25 Metern Schleifpapier beklebt – alles geprüft lebensmittelecht – und reibt durch Drehung die Kartoffelschalen ab. „Das Schleifmittel auf Unterlage, das wir an Börde Vita liefern, wird mit spezieller Bandabmessung angefertigt“, berichtet Micha Weidenfelder. Dabei verwendet Börde Vita Schleifpapiere unterschiedlicher Körnung – von 16er- bis 36er-Körnung. Dirk Jäger erläutert: „Je höher die Zahl, desto feiner ist die Körnung. Dementsprechend unterscheidet sich auch der Verschleiß. Bei einer 16er-Körnung müssen wir die Bänder nach zehn bis 15 Tagen wechseln, Sandpapier mit einer feinen 36er-Körnung arbeitet ein halbes Jahr einwandfrei.“

Sind die Kartoffeln sauber geschliffen, folgt der Zuschnitt in unterschiedlichste handelsübliche Formen – von Vierteln über Würfel bis hin zu Scheiben. Von hier aus gelangen geschälte und zugeschnittene Kartoffeln in die Großmärkte und später in Schulküchen, Altenheime, Krankenhäuser und Restaurants. „Unsere Firma gibt es ja erst seit 2012, also hoffen wir, noch weitere Kunden zu gewinnen und unsere Produktionsmengen steigern zu können. Wir setzen dabei auch in Zukunft auf die Produkte von Klingspor“, sagt der Produktionsleiter von Börde Vita.

„Der Wechsel zu Klingspor war eine Entscheidung für Qualität.“ Dirk Jäger, Produktionsleiter Börde Vita GmbH

Erst werden die Kartoffeln sortiert und von Steinchen befreit.

Nach einem Bad geht es der Schale an den Kragen.

Sauber geschliffen wandern die Knollen zum Zuschneiden.

Gut verpackt ist die Ware bereit für die Auslieferung