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Schleifen wie die Profis-Teil 3

Jede Fiberscheibe braucht einen passenden Stützteller. Er sorgt für Stabilität, optimale Kräfteverteilung und Sicherheit beim Arbeiten. Ist der Teller verschlissen, leidet darunter die Leistung der Schleifscheiben – höchste Zeit zum Wechseln.

Folge 3 - Der Haltgeber

Jede Fiberscheibe braucht einen passenden Stützteller. Er sorgt für Stabilität, optimale Kräfteverteilung und Sicherheit beim Arbeiten. Ist der Teller verschlissen, leidet darunter die Leistung der Schleifscheiben – höchste Zeit zum Wechseln.

 

Fiberscheiben, korrekt: Vulkanfiber-Schleifscheiben, sind das Mittel der Wahl, wenn ein hoher Abtrag und gleichzeitig eine schöne Oberfläche gewünscht sind. Sie sind weicher und flexibler als herkömmliche Schruppscheiben und kommen vorwiegend in der Metallbearbeitung zum Einsatz. So wie FS 964 und FS 966, Premiumfiberscheiben mit keramischem Korn von Klingspor. Auf dem Winkelschleifer werden sie zusammen mit einem Stützteller aufgespannt. Dies ist nach DIN EN 13743 vorgeschrieben und darüber hinaus sinnvoll, denn ohne würde das Schleifen gar nicht funktionieren. „Die flexible Fiberscheibe braucht Gegendruck, damit sie nicht ausweicht oder reißt.

Erst mit dem Stützteller kann der Anwender den nötigen Druck auf das zu bearbeitende Material aufbauen“, erklärt Wolfgang Kaiser, Leiter Testfeld und Service bei Klingspor. Gefertigt sind die Stützteller aus einem thermoplastischen Kunststoff. Bei der Auswahl ist die Anwendungsart ausschlaggebend: Wer Schweißnähte einebnen will, nimmt eine grobe Fiberscheibe bis Korn 50 und passend dazu einen harten Stützteller. Wer hingegen Oberflächen oder Konturen feinschleifen und auf Farbauftrag vorbereiten will, nutzt Fiberscheiben mit einer feineren Körnung in Kombination mit einem weichen, flexiblen Stützteller. Ein abgenutzter Stützteller ist der Grund dafür, dass die Leistung der Fiberscheiben um bis zu einem Drittel sinkt.

Ein harter Stützteller verformt sich durch den häufigen Temperaturwechsel, die Scheibe liegt nicht mehr plan auf, der Druckaufbau ist nicht wie gewünscht möglich. Ein weicher Stützteller verliert seine Elastizität. Regelmäßiges Austauschen ist deshalb wichtig. Wann es so weit ist, lässt sich nicht pauschal beantworten. „Es gibt Anwendungen, da ist der Stützteller nach nur 50 Scheiben verschlissen, und es gibt Anwendungen, bei denen es erst nach 500 Scheiben so weit ist. Daher ist Sichtkontrolle das A und O“, betont Kaiser. Der genaue Blick auf die Fiberscheibe hilft, Abnutzung frühzeitig zu erkennen (Fotoreihe unten). Dann ist es an der Zeit.

Der Profitipp

„Wer alte, verformte Stützteller nutzt, verliert bis zu 30  Prozent der Leistung“

,sagt Wolfgang Kaiser, Leiter Testfeld.

 

 

1. Gut in Form: Die Fiberscheibe in Kombination mit einem neuen Stützteller verschleißt schön gleichmäßig.

                 

2. Zeichen des Alterns: Wenn die Fiberscheibe an manchen Stellen „verbrennt“, während andere Stellen wie neu aussehen, lässt die Leistung nach.

3. Die richtige Wahl: Zum Abtragen von Schweißnähten ist eine grobe Fieberscheibe bis Korn 50 und passend dazu ein harter Stützteller ideal. Zum Feinschleifen von Oberflächen oder Konturen sind Fiberscheiben mit feinerer Körnung in Kombination mit einem weichen, flexiblen Stützteller geeignet.

 

4. Mit Gefühl: Die Fiberscheibe flach ansetzen und darauf achten, dass die Kante des Schleifgerätes nicht in das Werkstück einsticht. Sonst leidet sowohl die Scheibe als auch der Stützteller.