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Startseite / de-de > Sortiment > Anwendung > Kronenflex® Trennscheiben

Kronenflex® Trennscheiben

8.Informationen zum Hersteller
9. Verwendungseinschränkung
10. Sicherheitsstandard (oSa / EN 12413)
11. Maximale zulässige Drehzahl
12. Sicherheits-Piktogramme
13. Produktlinie Type
14. Klingspor Marke Kronenflex®

Qualitätsklassen

Kronenflex® Trenn- und Schruppscheiben gibt es in drei Leistungsklassen mit sechs Farbkodierungen zur schnellen Übersicht über die wichtigsten Materialanwendungen.

Produkte für den universellen Einsatz, ausgelegt auf ein besonders attraktives Preis/Leistungs-Verhältnis
Optimierte Produkte für verschiedene Anwendungsfelder. Sehr gute Standzeit und Schnittleistung.
Hochleistungsprodukte für Spezialanwendungen. Höchste Standzeit und Schnittleistung im jeweiligen Einsatzbereich.

 

3. Metallring
Gibt Auskunft über die Haltbarkeit
(Verfallsdatum) der Scheibe
4. Glasgewebe
Glasgewebe sorgt als Verstärkungseinlage für Stabilität und erhöht die Sicherheit der Scheibe. Die Glasgewebelagen sind hinsichtlich ihrer Anzahl und Stärke auf den Scheibentyp und Verwendungszweck abgestimmt. Je höher die potentielle Seitenbelastung einer Trennscheibe ist (beim freihändigen Trennen ist sie z.B. größer als beim stationären Trennen), desto mehr, bzw. stabileres Glasgewebe muss die Trennscheibe enthalten. Bei dünnen Trennscheiben (0,8 mm bis 1,0 mm) wird besonders dünnes Gewebe eingesetzt, um trotz der geringen Scheibendicke noch einen möglichst hohen Schleifkornanteil zwischen den Gewebelagen zu erreichen. Schruppscheiben enthalten mindestens 3 Lagen Glasgewebe.

Farbleitsystem der Klingspor® Trenn- und Schruppscheiben

 
Metall Universal:
Grau
 
Edelstahl:
Blau
 
Aluminium:
Silber
 
Stahl:
Schwarz
 
Guss:
Rot
 
Stein/Beton:
Grün

 

Sicherheit und Lagerung

Quartal
V 01 Januar–März
V 04 April–Juni
V 07 Juli–September
V 10 Oktober–Dezember

 

Die Haltbarkeit von Trenn- und Schruppscheiben wird in erster Linie durch deren Feuchtigkeitsgehalt bestimmt. Trenn- und Schruppscheiben, die nach der Produktion erhöhter Feuchtigkeit ausgesetzt werden, verlieren ihre ursprüngliche Standzeit. Bei richtiger Lagerung bleibt die Standzeit auch über Jahre hinweg annähernd konstant. Zu einem Sicherheitsrisiko werden Trenn- und Schruppscheiben, wenn sie direkt Wasser oder Wasserdampf ausgesetzt werden. Der Anwender ist verpflichtet, das Produkt vorschriftsmäßig einzusetzen. Dies gilt aus rechtlichen Gründen auch in Bezug auf das Haltbarkeitsdatum. Deshalb gilt: Trenn- und Schruppscheiben dürfen grundsätzlich nach dem Ablauf des Haltbarkeitsdatums nicht mehr eingesetzt werden!

Sicheres Arbeiten ...

... durch Sorgfalt und Kenntnisse der Gefahren

Vermeiden Sie die nachfolgend aufgeführten Gefahren bei der Benutzung von Trenn- und Schruppscheiben.

  • Kontakt mit rotierenden Schleifscheiben
  • Schleifscheibenbruch
  • Schleifablagerungen und Schleifstaub
  • Vibration
  • Lärm

... durch persönliche Schutzausrüstung
Schutzbrille, Handschuhe, Gehörschutz, und Staubmaske müssen getragen werden. Bei harten Schleifanwendungen zusätzlich Gesichtsschutz, Lederschürze und Sicherheitsschuhe.

... durch Schutzhauben auf der Maschine
Schutzhauben werden mit der Schleifmaschine geliefert und dürfen weder verändert noch entfernt werden. Bei Schleiftöpfen muss die Außenfläche komplett eingeschlossen sein. Darüber hinaus dürfen Schleiftöpfe nur in Kombination mit einer verstellbaren Schutzhaube eingesetzt werden, um den Verschleiß der Scheibe auszugleichen und die Freilegung der Scheibe auf ein Minimum zu begrenzen.

... durch visuelle Kontrolle und Prüfung vor der Montage
Stellen Sie sicher dass die Drehzahlen auf der Scheibe mit denen der Maschine übereinstimmen und vermeiden Sie eine Überschreitung der zulässigen Drehzahl. Überprüfen Sie sorgfältig die Trenn- und Schruppscheiben auf Beschädigungen. Sollten Beschädigungen erkennbar sein, darf dieses Produkt nicht eingesetzt werden. Unsere Trenn- und Schruppscheiben sind mit dem ensprechenden Sicherheitspiktogramm gekennzeichnet.

... durch das richtige Handling
Achten Sie auf eine sachgemäße Handhabung. Dabei sind Beschädigungen der Aufnahmebohrung oder der Scheibe durch Stöße, Krafteinwirkung oder Sturz zu vermeiden. Achten Sie auf ein sicheres und sachgemäßes Aufspannen der Scheiben und verwenden Sie die geeigneten Spannflansche. Vor Arbeitsbeginn sollte jede Schleifscheibe mindestens 30 Sekunden lang mit Arbeitsgeschwindigkeit laufen. Beachten Sie die FEPA-Sicherheitsvorschriften und die Europäische Norm 12413.

Wichtige Parameter für ein optimales Schleifergebnis bei Trenn- oder Schruppscheiben sind die Umfangsgeschwindigkeit und der Anpressdruck, mit dem gearbeitet wird.

Die optimale Geschwindigkeit

Zu niedrig
Liegt die Drehzahl der eingesetzten Maschine zu niedrig, neigen Trenn- und Schruppscheiben zum „Springen“, wodurch sich der Rand der Scheiben ungleichmäßig abnutzt. Besonders bei dünnen Materialquerschnitten wie z.B. beim Trennen von Blech oder Draht wird dabei die Körnung aus der Bindung herausgerissen und die Scheibe verschließt überproportional schnell.

Optimal
Trenn- und Schruppscheiben von Klingspor sind Hochleistungsprodukte und wurden so entwickelt, dass sie ihre beste Leistung (gemessen als Verhältnis von Abschliffmenge zu Scheibenverschleiß) im Bereich unmittelbar unter ihrer zulässigen maximalen Umfangsgeschwindigkeit erreichen. Halten Sie daher die Drehzahl während des Arbeitseinsatzes kontinuierlich hoch und wählen Sie ggf. eine Maschine mit stärkerer Antriebsleistung.

Zu hoch
Die maximal erlaubten Werte für Drehzahl und Umfangsgeschwindigkeit sind bei jeder Scheibe auf dem Etikett aufgedruckt. Bitte achten Sie im Interesse Ihrer eigenen Sicherheit darauf, diese Werte beim Schleifen nicht zu überschreiten.

Der richtige Anpressdruck

Eine wichtige Voraussetzung für ein zufriedenstellendes Ergebnis beim Trennschleifen ist die richtige Dosierung des Anpressdruckes. Ein häufig gemachter Fehler besteht darin, zur Schonung der Scheibe den Anpressdruck zu reduzieren und die Schnittdauer auszudehnen. Wird dies praktiziert, tritt eine Überhitzung am Material auf (Blaufärbung); die Trennscheibe setzt sich zu und „verbrennt“. Deshalb sollte der Anpressdruck immer so hoch gewählt werden, dass die Schnittzeit so kurz wie möglich bleibt. Dies gilt insbesondere bei hitzeempfindlichen Werkstoffen mit größeren Materialquerschnitten.

 

Die richtige Härte

...bei Trennscheiben
Generell gilt bei der Wahl der richtigen Trennscheibe die Faustformel: je härter der zu bearbeitende Werkstoff, desto weicher sollte die Bindung des verwendeten Schleifmittels sein. Der Grund: Entscheidend für die Standzeit einer Trennscheibe ist, ob sich die Schnittfläche des Werkstückes aufhärtet oder nicht. Eine hohe Erwärmung bewirkt, dass die Scheibe „verglast“ und dadurch ihre Schnittigkeit einbüßt. In diesem Fall sollte die Härte der Bindung zurückgenommen und eine weichere Scheibe eingesetzt werden.